Wie wirkt Homöopathie?

Bild: Globuli, Klassische Homöopathie, Praxis Kerstin Stephan

 

Wie Homöopathie genau wirkt, kann - im Sinne unserer heutigen, materialistisch ausgerichteten Naturwissenschaft - nicht abschließend beantwortet werden. Aber die Erfahrung zeigt immer wieder - Homöopathie wirkt! Sie ist mehr als ein Placebo und mehr als reine Patienten-Therapeuten-Beziehung.

 

 

Folgender Erklärungsansatz soll die Wirkweise der Homöopathie verdeutlichen: 

 

Durch ein gut gewähltes, homöopathische Arzneimittel wird ein hoch spezifischer Reiz in den Organismus eingebracht, der die körpereigenen Abwehrkräfte anregt und einen Heilungsprozess in Gang setzt. Im Blutbild und auf Zellebene kann z.B. eine regere Aktivität der weißen Blutkörperchen (Teile unserer Immunabwehr) beobachtet werden. Subjektiv bemerken wir eine Veränderung unserer Beschwerden. 

 

Dabei lindern sich nicht nur die vorherrschenden Krankheitssymptome, sondern der Arzneireiz wirkt bis an die Wurzel der Erkrankung und stärkt den Organismus insgesamt. Schlaf, Verdauung, Gemüt und Energie kommen ins Gleichgewicht und die Krankheitssymptome können von Innen heraus heilen. Die körpereigene Vitalität wird gestärkt. Der Patient fühlt sich insgesamt wohler und mehr im Gleichgewicht.

Zu Wirkung und Wirksamkeit gibt es seitens der Schulmedizin unterschiedliche Ansichten - Näheres zu Kontroverse und Forschung bitte hier klicken.  

 

Reiz- und Regulationstherapie

Viele Wissenschaftler zählen die Homöopathie zu den  Reiz- und Regulationstherapien. Das homöopathische Arzneimittel übt einen feinen Reiz auf den Organismus aus und stimuliert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Der Organismus kann sich regulieren und gelangt wieder ins Gleichgewicht;  er kann sich selber gegen die Auslöser seiner Symptome zur Wehr setzen. 

 

Die Auswahl des gesuchten homöopathischen Mittels erfolgt nach der "Ähnlichkeitsregel" in einer sorgfältigen Ausarbeitung (Repertorisation) aus der homöopathischen Arzneimittellehre (Material medica).

Dabei verordnen klassische Homöopathen immer homöopathische Einzelmittel, d.h. das Arzneimittel enthält nur einen einzelnen, gut geprüften und bekannten Wirkstoff (im Gegensatz zu Komplexmitteln, die eine ungeprüfte Kombination mehrerer Wirkstoffe enthalten).

  

Die homöopathische Behandlung erfolgt "so sanft wie möglich, so viel wie nötig", damit der Körper ungestört und in seinem eigenen Tempo auf seine Eigenregulation zugreifen kann. 

 

Werden sie allerdings unsachgemäß eingesetzt, z.B. im Rahmen einer langfristigen und hoch dosierten Selbstmedikation, so kann es durchaus zu unerwünschten Reaktionen oder zu einer Arzneiprüfung kommen. 

Bei sorgfältiger Anwendung sind homöopathische Arzneimittel für jedermann geeignet, haben keine Nebenwirkungen und machen nicht süchtig. Dabei sollten vor allem immer wiederkehrende Beschwerden und chronische Erkrankungen in die Hände eines erfahrenen Therapeuten gelegt werden, um den Organismus ganzheitlich zu stärken und die Beschwerden ursächlich, von der Wurzel an, von Innen ausheilen zu können.